Neue Ansätze zur Behandlung der Weißfleckenkrankheit

Weißfleckenkrankheit (Vitiligo) möglichst früh behandeln

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD) macht erneut auf den hohen Leidensdruck der Menschen aufmerksam, die an der Weißfleckenkrankheit leiden. Die Weißfleckenkrankheit, medizinisch: Vitiligo, ist eine chronische Autoimmunerkrankung der Haut. Betroffene sollten die Erkrankung nicht einfach hinnehmen, sondern sich beim Dermatologen über aktuelle Behandlungsmöglichkeiten informieren.

Vitiligo ist eine nicht heilbare Autoimmunerkrankung der Haut, bei der durch den lokalen Verlust des Hautpigments Melanin weiße, sonnenempfindliche Flecken entstehen. Diese können am ganzen Körper auftreten, oftmals auch an mehreren Stellen gleichzeitig. In Deutschland leiden rund 650 000 Menschen an der nicht ansteckenden Erkrankung. Sind sichtbare Hautareale betroffen, kann dies mit starken negativen Effekten auf die Psyche einhergehen und auch soziale Auswirkungen wie Ausgrenzung nach sich ziehen. „Sehr häufig sind Hauterkrankungen, insbesondere an sichtbaren Körperarealen, stigmatisierend für die Betroffenen“, erläutert Dr. Ralph von Kiedrowski, Präsident des Berufsverbands Deutscher Dermatologen (BVDD). Wer solche Pigmentveränderungen bemerkt, sollte frühzeitig einen Dermatologen aufsuchen. „Bis zur Depigmentierung können wir noch intervenieren“, sagt Dr. von Kiedrowski.

Symptome der Vitiligo

Vitiligo zeigt sich durch scharf begrenzte weiße Flecken auf der Haut. Haare innerhalb der Hautflecken können ebenfalls depigmentiert sein. Bei Flecken auf der behaarten Kopfhaut sind mitunter ganze Haarsträhnen weiß. Die Vitiligoherde können gelegentlich Juckreiz auslösen, meist treten jedoch keine weiteren Symptome auf. Allerdings sind die weißen Flecken sehr sonnenempfindlich und anfällig für Sonnenbrand.

Empfehlungen zur Therapie der Vitiligo finden Sie in der S1-Leitlinie Diagnose und Therapie der Vitiligo: https://register.awmf.org, Leitliniensuche: Vitiligo.

Allerdings zeigen Daten aus der Versorgungsforschung, dass sich Menschen mit Vitiligo häufig nicht in ärztlicher Versorgung befinden – entweder, weil sie sich aufgrund nicht zufriedenstellender Therapieergebnisse aus der Versorgung zurückgezogen haben, oder, weil sie erst gar keinen Facharzt aufsuchen. Dabei gibt es inzwischen erfolgversprechende Behandlungsmöglichkeiten. „Nach jahrelangen frustrierenden Therapieversuchen konnte dank intensiver Forschung ein immunologischer Ansatz gefunden werden. Aussagen von Hautärztinnen und Hautärzten wie ‚Hier kann ich Ihnen nicht weiterhelfen‘ sollten damit hoffentlich bald der Vergangenheit angehören“, so Dr. von Kiedrowski. Das sollte Menschen mit Vitiligo Mut machen, sich in die fachärztliche Versorgung zu begeben.

Quelle: Berufsverband der Deutschen Dermatologen, www.bvdd.de

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